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08. September 2005

Pritty muss gestehen, dass es dieses Jahr mit pritty.de etwas trant, aber irgendwie klappt es diesmal nicht so recht mit dem schreiben. Die Tage sind zu anstrengend, es ist zu spät, oder ich habe das gesehene noch nicht richtig verarbeitet, oder wir haben kein "Netz" (Internet).

Colorado Springs/Colorado

Am nächsten Morgen waren wir dann zum Frühstück bei der ehemaligen Berlinerin und ihrem Mann eingeladen.
Für uns hieß das, logischer Weise, erstmal etwas einkaufen, weil wir vor Uschi und Lonnie NICHT wie Schmarotzer dastehen wollten. Das war mal wieder richtig schön, ein richtiges Frühstück mit gutem deutschem Kaffee und Eiern im Glas mit von uns mitgebrachtem Kaviar zu bekommen. Danach waren wir dann zusammen an den
"Seven Falls" und im "Garden of the Gods". Der "Seven Falls" ist wesentlich kleinerer Wasserfall als die "Niagara Falls", aber auch sehr beeindruckend das Wasser an ihm fallen zu sehen..                                                                
Nach dem "Garden of the Gods verabschiedeten wir uns dann, aber mit dem beiderseitigen, ich denke auch ehrlich gemeintem, Versprechen in Kontakt in zu bleiben. Wir können uns ja wenigstens per Email schreiben und diese mit Fotos bekleiden. 
Gegen 16:00 sind dann zum "Crazy Horse Mountain" und dem "Mount Rushmore" (den Präsidentenköpfen) aufgebrochen. Das haben wir aber am Mittwoch (07.09.) nicht mehr geschafft. Sind, nach dem uns "Schatzi"  etwas durch die Gegend gescheucht hat, am Arsch der Welt, oder noch weiter, in "Chugwater (Wyoming)", dem kleinsten Örtchen das man sich vorstellen kann nämlich mit sagenhaften 248 Einwohnern "abgesackt". 1612 m hoch waren wir und stetes Grasland. Es gab hier immerhin eine eingleisige Bahnlinie, die einen unbeschrankten Übergang, -fahrt hatte.
09. September 2005
Chugwater/ Wyoming
07:54 Uhr noch schnell getankt und weiter Richtung "Mount Rushmore". Vereinsamte 2 oder maximal 3 Pferde, hin und wieder ein paar Bäume. Durch die "Black Hills" kamen wir dann zu      "Crazy Horse"

und "Mount Rushmore".

     

Beides Monumente die man sich als Amerikabesucher unbedingt ansehen "muss", sie sind mehr als einfach nur beeindruckend.
Von den Denkmälern fasziniert stürzten wir uns wieder in die "Prärie", in mit riesigen Gras- oder Heuflächen bedecktes Land. Jetzt tauchen wenige Häuser auf und der Hinweis auf den "Guernsey Statepark". Ein für Amerika typisch, mit dem Auto befahrbarer Park. Laut Marco Polo Reiseführer bewegen sich die Amerikaner nämlich sehr ungern weiter  als 50m von ihrem Auto weg .
Da kommt ja das Grandhotel der Prärie, 3 Blechcontainer zusammengestellt und drüber ein großes, von weitem erkennbares, Schild "Einöde", höchst wahrscheinlich das Adlon der "Prärie". Als Großstädter hätten wir uns krumm und schief lachen können, aber es ist der absolute Realität.                               
Es existieren hier noch 2 sehr alte Bahnlinien und unterwegs bekommen wir noch 3 historische Loks zu sehen,
wobei nicht klar ist, ob es sich um Ausstellungsstücke oder noch in Gebrauch befindliche Züge handelt. Ein Zug war so lang (π x Daumen 3 km) das man auf dem flachem Land Lok und Ende des Zuges nicht sehen kann, grob geschätzte Länge 3km. Jeder Wagon hat laut Aufdruck ein Leergewicht von 25t und ein zulässiges Gesamtgewicht von 100 t. Die Wagen waren mit Kohle beladen.
"Schatzi" führte uns dann nach "Douglas (Wyoming)".
Dort werden wir nur zur Abwechslung mal oder aus Gewohnheit in einem Super8Motel nächtigten.
10. September 2005
Douglas /Wyoming
"Douglas (Wyoming)" Morgens im Motel nach gutem schlafen, frühstücken dann tanken und ging es in Richtung "Salt Lake City (Utah)" weg. Es ist sehr stürmisch, wir fliegen fast vom Highway, und das samt Auto.
Da wir schon einige Tage auf über 1.000m Höhe sind, macht pritty ihr Blutdruck mächtig zu schaffen. Sie hat ohnehin schon Probleme damit (ihr Arzt fragte sie schon mal, ob sie noch schläft oder schon tot ist) und dann die dauernde Höhe, da ist laut Carstens Fühlung fast nichts mehr zu spüren. Spätere Messung in einer Mal haben  etwas zwischen schlafen und abgelebt sein (60:35) ergeben. Wir kämpfen uns weiter durch die "Prärie"  und so alle paar 100m liegen tote, überfahrene Kaninchen oder Waschbären

am Rand des Highways. Mittlerweile sind wir wieder in den "Rocky Mountains" angekommen. Im "Independence Rock" wollte pritty auf eine Rest-Area, aber es war so stürmisch das sie sich das Aussteigen lieber sein lies.
Der Weg durch die "Rocky Mountains" ist genauso tot wie die "Prärie"  nur viel windiger. Auf 3000m Höhe sind inzwischen erreicht. Mitten in der Einsamkeit stehen Ölpumpen und ein Container über dem steht in großen Lettern "Grandmum's Cafe".
Die Amerikaner fahren so etwas von beherrscht und vernünftig, das ist für die doch sehr aggressiv fahrenden Deutschen undenkbar. Es gibt keine Raser, kaum Staus, kein drängeln. Das Auto fahren ist ein wesentlich entspannter. Wenn jemand überholt, nutzt er fast immer sehr kurzzeitig die linke Spur und ordnet sich anschließend wieder rechts ein und das Einordnen wird ihm auch problemlos gewährt.
Nach 6h Stunden dachte pritty die Durchfahrt durch die Rocky's wäre geschafft, aber das Nachfeld wartete auch noch.


Ein mal die Rocky's durchfahren ist von der Entfernung gleichzusetzen mit einer Fahrt  quer durch Deutschland.
"Salt Lake City (Utah)" rückt näher, im Vorfeld tauchen erstmal ganze Wälder von Windrädern auf.
In "Salt Lake City (Utah)" wird eine die schon übliche Verschnaufpause am Wochenende von 2 Übernachtungen eingelegt, wie gewöhnlich in einem Super8Motel. 
11. September 2005
Salt Lake City/ Utah
Der Sonntag begann mit einem Ausflug zur Kennecott Mine

   

der größten Kupfermine der Welt in

 der Kupfererz im Tagebau
 abgebaut wird.

Irre groß und tief sag ich nur.

und die riesigen Reifen der Bagger ►



 

 

Anschließend wurde die Innenstadt von "Salt Lake City" etwas durchkämmt. Pritty schaffte es Carsten von einen erneuten Einkaufsbummel im täglich geöffneten Shopping-Center zu überzeugen um bei dem ein Optiker ihre Brille richten zu lassen. Tagelange Autofahrt, auf und ab mit einer Hand, macht selbst eine Titanbrille nicht spurlos mit. Pritty hatte auch noch eine Mani- und Pediküre von einer Vietnamesin, mit deren Arbeit, sie nicht so zufrieden war. Dagegen war die Azubiene  in
"Memphis (Tennesee)" im vergangen Jahr viel besser und obendrein noch billiger.
Zurück ins Motel, Ausgepacktes und Eingekauftes verstauen und bestaunen.  Abendbrot bauen, den weiteren vorläufig geplanten Weg besprechen und schlafen gehen.
12. September 2005
Salt Lake City/ Utah
Um 10:00 weg aus "Salt Lake City"  in etwas wärmere Regionen in Richtung "Las Vegas (Nevada)". Raus aus dem für uns für ein Wochenende mit 160$ viel zu teuerem Super8Motel.
Dann auch noch "DIE" Pleite der Reise. Das Auto wollte bleiben! Es startete nicht, Batterie leer. Bei pritty brach gleich wieder Panik aus und Carsten blieb ganz ruhig und routiniert. Er fing an jemand für eine Starthilfe zu suchen, der erste Versuch ging daneben, aber der zweite klappte. Es musste nämlich jemand mit Starthilfekabel (auf englisch heißt das "Jumpercable") gefunden werden. Pritty hat dann auch ihren Teil zum starten des Motors beigetragen, während Carsten das Kabel hielt, durfte sie das Auto starten.
Wir haben die Batterie am Wochenende wohl etwas überlastet, sind zu wenig gefahren für den angeschlossenen Strom fressenden Kühlschrank, den wir an "Bord" hatten.
Nach der morgendlichen Aufregung ging es dann gen Las Vegas. 10 Tage in USA und 3800 Meilen sind geschafft. Orte mit Namen übersetzt heißen, so etwas wie amerikanische (American Fork) oder spanische Gabel (Spanisch Fork) oder Benjamin, wurden durchfahren.


 
Die "Nachgeburt" der Rocky's  ist immer noch am auslaufen.
                      (wer pritty Schreibweise kennt, weis wie sie das meint)

Also weiter mit Prärieähnlicher Landschaft. Gegen 17:00 legen wir eine kleine Pause mit Selbstgebrühtem Kaffee von Starbucks in unserer 12 Volt Autokaffeemaschine ein. Pritty genießt es, sich einen Moment in der Sonne zu aalen. Danach kommen wir in das sehr bergige "Nevada". Wir kommen durch einen sehr beschaulichen Canyon "Valley of Fire". Es ist auch hier sehr windig und das bei 90°-91°F.
75-80 Meilen vor Vegas fangen die Spielcasinos an aufzutauchen, aber das Zocken interessiert uns beide nicht .
Geschlafen haben wir in einem ganz mit 50$ preiswertem Super8  in "Las Vegas (Nevada).
13. September 2005
Las Vegas /Nevada
"6 Jahre kennen wir uns heute" An unseren "Jubiläum" sind wir gut in der recht dreckigen Innenstadt von "Las Vegas" angekommen.

"Vegas"                                     

ist umsäumt von den
Rocky Mountains.
►►► ► ►►

Pritty liebt es durch die USA zu reisen, aber hasst es das so ziemlich jedes Gebäude eine Aircondition hat, die nicht nur Übelkeit bei ihr erzeugt...... Mit den großen, zentral betriebenen kommt sie einigermaßen klar, aber bei Übernachtungen muss das erste das Carsten im Zimmer ausschaltet die  Aircondition sein. pritty muss sonst kotzen wie.............
15:30 Uhr wir erreichen den "Lake Mead" Stausee der vom "Hoover Dam" gehalten wird.

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Eine der riesigen Baustellen mit angeschriebenen Sprengzeiten und einer Bauzeit von 2003 bis voraussichtlich 2008.
Nachmittags gegen 16:00 und 96°Fahrenheit und wir sind noch vor der Wüste.

Wieder raus aus "Nevada" und rein nach "Arizona".

Geschlafen haben wir in einem mit 47$ ganz günstigen Super8 in "Flagstaff (Arizona)"
Das hatte aber für pritty einen Nachteil. Niemand hatte uns gewarnt, dass die Temperatur nachts in "Flagstaff (Arizona)" so unglaublich stark abkühlt. Pritty wurde jedenfalls um 04:40 halb erfroren, bibbernd  und vor sich dahin wimmernd wach.
Das bekam dann der eigentlich wie ein Stein schlafende Carsten gegen 05:30 mit und machte uns die Heizung an. Darauf
ist sie selber auch gekommen, aber wie anschalten (ich sage nur Frauen und Technik ??)? Ist ja eigentlich bekannt, das es nachts in der Wüste abkühlt, aber im Urlaub, den ganzen Tag von der Sonne aufgeladen und dann auch noch ein Temperaturunterschied von 35°Fahrenheit,  da hat einfach keiner von uns dran gedacht.
4000 Meilen in 10/11 Tagen in Amerika und weiter zum "Grand Canyon".
 

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