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 "Autschzeit"
über die Zeit, wenn wir mal nicht auf Reisen sind, sondern nur Versuchen die Welt
in und um Bär-Lin noch verrückter zu machen!!!
Beginn 1999 und verfasst ab 2005
 
letzte Änderung März 2010
 

                       

 


                                                            Winter 2005/2006

Zu spät drauf gekommen, dass es auch so einige Zeiten gibt, die pritty auf ihrer web.site festhalten kann, in denen wir mal nicht auf Reisen sind, sondern NUR versuchen Bär-Lin noch unsicherer zu machen.
Das heißt, die heraus stechendsten Erlebnisse von nur über 2500 Tagen in die Erinnerung rufen... habt ihr gehört ......Erinnerung.....woher???
Bei pritty arbeitet das Gedächtnis seit den 6 Wochen Tiefkoma mit anschließendem wochenlangem Wachkoma nicht mehr so richtig gut, obwohl Ausnahmen können bestehen - dann schauen wa mal, woran ich mich noch erinnern kann.
Weil pritty das Schreiben am Computer sehr viel Spaß macht und vorläufig kein neuer Reisebericht ansteht, der Winter, diese eisige Jahreszeit bevor steht und großartig rum ziehen, für die kleine Frostbeule ausfällt, versuche ich mal unsere Erlebnisse in Bär-Lin und etwas Geschichte über Bär-Lin der letzten Jahrzehnte zu umschreiben.
Der Beginn unserer Beziehung war eine Annonce die von pritty's Tochter in die Kontaktsuche in "singles.de" gesetzt wurde. Auf diese Carsten der laut ihm „völlig grundlos“ nur "durch irgendeinen dummen Zufall, einem Link folgend", nur wenige Stunden nach Veröffentlichung, geantwortet hat. pritty las und gefiel die Art der "Schreibe" gut, worauf unendlich langes hin und her mailen und später stundenlanges Telenieren folgten.
Für den 13. September 1999 hatten wir dann das erste persönliche Kennen lernen telefonisch vereinbart. Weil Carsten aus medizinischen Gründen sein Heimatdorf nicht verlassen konnte, "musste" pritty zu ihm fahren. Wir trafen uns also erstmalig in Carstens alter Heimat. Pritty ist mit dem Zug im Rollstuhl alleine zu Carsten gefahren.  Das Ganze ist auch schriftlich festgehalten, in unserer GANZ persönlichen Geschichte, ist mir aber für m/eine jedem zugängliche web.site doch zu persönlich. Bis jetzt ist sie nur/ erst 10 Seiten lang und ist somit ein Rückblick auf alle Vorkommnisse. Bei jedem Weiterschreiben und lesen amüsieren wir uns immer wieder erneut.
Pritty kannte nicht mal den Ortsnamen "Hüde" des "Dörfchen", in dem Carsten lebte. Es war ein Nestchen unweit von Osnabrück. Dort haben wir mit ganz kleinen "Reisen" angefangen. Als pritty in Hüde war besuchten wir in Walsrode den Vögelspark (o.s.ä.), die Innenstadt von Osnabrück, den Freimarkt und die Innenstadt von Bremen und den Heidepark in Soltau.
In der nächsten Monaten haben wir uns regelmäßig im Wechsel nur besucht.
Im September 2000 unternahmen wir unsere erste gemeinsame, große Reise in die Dominikanische Republik. DomRep war zu diesem Zeitpunkt noch nicht so berüchtigt, zumindest entzog sich der heutige Verruf unserer Kenntnis.
Carsten hatte auf einer Fahrt zu pritty ein sehr günstiges Reiseangebot (10 Tage mit Flug und AI für 999 noch DM) entdeckt, ihr davon erzählt und nachdem Carsten mit seinem damaligen Chef das nötigste geklärt hatte, wurde wenige Tage später, beim nächsten Besuch,  wurde gebucht. Und das Carsten, der nie viel in den Urlaub gereist war. Die mehr als nur reiselustige, eher reisesüchtige, pritty war mehr als nur begeistert. Auf der ersten Reise überzeugte pritty Carsten davon, das reisen soooooo unglaublich schön ist und viel über Land, Leute und Kultur  informiert, einfach irre viel Spaß macht. Nach der ersten gemeinsamen Reise merkten wir das wir auch längere Zeiten gerne zusammen sind, ewiges hin- und herfahren nicht das Wahre ist und Carsten zog im Dezember 2000 zu pritty nach Bär-Lin.
Kurzer Einblick in die Historie, über die politische Geschichte von Bär-Lin
Das Erste, was über
Bär-Lin aufgezeichnet wurde, ist ein Bericht über eine Siedlung an der Stelle des heutigen Bär-lin, die aus dem Jahre 1230 stammt. Er berichtet von einer Ortschaft namens Cölln, die sich an den Ufern der Spree ausbreitete. Der heutige
Bär-lin
er Stadtteil Spandau, wo die Spree mit der sich mehrfach zu Seen ausweitenden Havel zusammenfließt, ist allerdings noch etwas älter. Das mittelalterliche Bär-Lin
existierte entlang der Spree um die Nikolaikirche herum und zog sich hin in Richtung Nordosten, bis zu dem heutigen Alex (der Bär-Liner Kurzform des Alexanderplatzes).
1432 wurden die beiden, durch den Mühlendamm, miteinander verbundenen Städte
Bär-Lin und Cölln vereint. Um 1440 herum errichtete Kurfürst Friedrich II. von Brandenburg die Herrschaft der Hohenzollern-Dynastie. Die dauerte bis zur Flucht Kaiser Wilhelms II. aus Potsdam im Jahre 1918 an.
Im Krieg wurde die Bevölkerung
Bär-lins arg dezimiert, doch Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Stadt unter dem Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm eine neue Blüte. Seine Weltsicht bildete die Grundlage der preußischen Macht. Friedrich I., Sohn des Großen Kurfürsten und erste König von Preußen, machte das rasch wachsende Bär-Lin zu seiner Hauptstadt. Die Schwiegertochter des Großen Kurfürsten, Sophie Charlotte, förderte die Entwicklung der Wissenschaften und Künste und führte einen aktiven und intellektuellen Hof. Friedrich II., hat seinen Platz in der Geschichte durch große Bauwerke zu untermauern versucht. Er wurde wegen seines politischen und militärischen Verstandes geschätzt. Die Aufklärung erreichte Bär-lin in Form des Dramatikers Gotthold Ephraim Lessing sowie des Denkers und Literaturkritikers Friedrich Nicolai. Beide trugen dazu bei, dass Bär-lin endgültig internationales Ansehen erlangte.
19. Jahrhundert begann unter schlechtem Vorzeichen mit der Besetzung durch die Truppen Napoleons von 1806 bis 1813. Die Niederschlagung der auf eine liberale Verfassung gerichteten bürgerlichen Märzrevolution 1848, verlangsamte die politische Entwicklung, die durch die Aufklärung in Gang gesetzt wurde. In der Zeit um 1850 bis 1870 verdoppelte sich die Bevölkerung wegen der Industriellen Revolution, welche durch Fabriken wie Siemens und Borsig vorangetrieben wurde.
1871 sorgte Bismarck unter der Herrschaft Kaiser Wilhelms I. für die Vereinigung Deutschlands. Zur Jahrhundertwende war die Bevölkerung
Bär-Lins auf fast zwei Millionen angewachsen. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte sich Bär-Lin zur Industriemacht entwickelt, doch die Nachkriegszeit war in ganz Deutschland von bürgerlichen Unruhen geprägt.
Am 09. November 1918 (dieses Datum ist schon Geschichtsträchtig) rief der sozialdemokratische Politiker Philipp Scheidemann von dem Balkon des Reichstags die Deutsche Republik aus, während Karl Liebknecht nur wenige Stunden später die Freie Sozialistische Republik vom Balkon des
Bär-Liner Stadtschlosses aus proklamierte. Im Januar 1919 wurden die Bär-Liner Anführer des Spartakusbundes, Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg von radikalen Freikorpsoffizieren der ehemaligen kaiserlichen Armee ermordet. Bär-Lin wurde von denen an sich rissen und dem Aufstand ein blutiges Ende bereitet. Bei der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) die stärkste Einzelpartei im "Roten Bär-Lin" und erreichte 1932 bei den Wahlen 31 Prozent der Stimmen. Im Zweiten Weltkrieg sah sich Bär-Lin schweren Bombenangriffen durch die Alliierten ausgesetzt. Während der "Schlacht um Bär-Lin" zwischen August 1943 und März 1944 luden britische Bomber Nacht für Nacht ihre tödliche Last über der Stadt ab. Die meisten Gebäude, die man heute an der Prachtstraße Unter den Linden sieht, wurden aus den Ruinen wieder aufgebaut. Die Sowjets beschossen Bär-Lin aus dem Osten und mussten nach der letzten fürchterlichen Schlacht 18 000 ihrer eigenen Soldaten begraben. Im August 1945 besiegelte das Potsdamer Abkommen das Schicksal der Stadt, indem den vier Siegermächten - USA, Großbritannien, Frankreich und Sowjetunion - jeweils die Kontrolle über einen bestimmten Sektor der Stadt übertragen wurde. Im Juni 1948 wurde die Stadt in zwei Teile gespalten. Die drei westlichen Alliierten führten die westdeutsche Währung ein und bildeten im Westteil der Stadt eine separate Regierung. Im Anschluss verhängten die Sowjets eine Blockade gegen West-Bär-lin, das daraufhin durch eine Luftbrücke von den Alliierten versorgt wurde. Im Oktober 1949 erhielt Ost-Bär-lin den Status der Hauptstadt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Durch den Bau der Mauer im August 1961 wurde der Abwanderungswelle qualifizierter Arbeitskräfte aus der DDR gewaltsam ein Ende gesetzt.
Als Ungarn sich im Mai 1989 entschloss, den Eisernen Vorhang zu öffnen, sah sich die DDR-Regierung erneut mit dem Problem von 1961 konfrontiert, doch dieses Mal ohne die Unterstützung der Sowjetunion. Die Mauer wurde am 09. November 1989 gestürzt (pritty durfte nach ewig langem Kampf mit der Staatssicherheit (kurz unter dem Namen Stasi bekannt) am 01. August 1989-also 3 Monate und 8 Tage vor „Mauerfall“ ganz offiziell ausreisen) und am 1. Juli 1990 in ihre Einzelteile zerlegt. Mit dem Einigungsvertrag zwischen den beiden deutschen Staaten wurde
Bär-Lin zur offiziellen Hauptstadt Deutschlands, und im Juni 1991 beschloss der Bundestag den Umzug der Regierung von Bonn nach Bär-Lin innerhalb eines Jahrzehnts. Ein riesiges Konsortium staatlicher und privater Organisationen war mit der Aufgabe betraut, das Herz einer Metropole aus dem Nichts zu erschaffen. Im April 1999 wurde der restaurierte Reichstag wieder eröffnet und beherbergt seither das Parlament der wiedervereinigten deutschen Nation. Bär-Lin war erneut zur offiziellen Hauptstadt Deutschlands geworden. Das neue Bundeskanzleramt machte mit seiner gläsernen Pracht Furore, die Stadt Bär-Lin
hat jedoch mit riesigen Defiziten zu kämpfen.
Genug der
Historie
(Quelleangabe: teilweise ähnlich dierk-schulze.de/Berlin aber ohne pritty-deutsch)

Im Jahr
2001 haben wir unser zu Hause, d.h. die komplette Wohnung mit der Unterstützung eines Freundes renoviert und Carsten hat laminiert. Unsere Wohnung wurde richtiges, komfortables Schmuckschlösschen. Im Spätsommer waren wir zu einer Geburtstagsfeier bei einer Bekanntschaft die wir auf der ersten gemeinsamen Reise in die Dominikanische Republik kennen gelernt hatten, eingeladen. Auf der Feier geschah etwas sehr seltenes, etwas was pritty von Carsten noch nie erlebt hatte. Er trank Alkohol und das nicht gerade in Maßen, die Kleinigkeit von gut einem Liter Wodka. Pritty, als Rollstuhlfahrerin, war Angst und Bange vor dem Heimweg. Carsten aber, mit seinen 1,96m mit einem Körperbau der damals ein Gewicht von 170kg hatte, machte der reichlich Alkohol kaum etwas aus. Er war nur leicht angeheitert und er brachte pritty und seinen Körper völlig reibungslos mit der S-Bahn nach Hause.
In Deutschlands Hauptstadt
Bär-Lin besuchten wir sehr viele Ausstellungen, waren in Museen, im Theater, im Musical, in der Philharmonie im „Carina Burana“ Konzert und in der Picassosammlung von Berggrün im Stülerbau. pritty unternahm das mit ihm, damit der Kulturbanause mal etwas in diese Richtung schnuppern lernte und er fand schnell Gefallen daran. Von der Malerei war Pritty so angeregt, das sie zwar keinen Picasso, aber immerhin einen eigenen pritty van Gogh malte. Sie brauchte zwar einige Wochen, aber wer pritty's Bilder kennt, weis wovon die Rede ist. Für alle anderen sind Fotographien von pritty's „Gemälden“ über die Startseite ihrer web.site zu finden.
Da pritty die Rohform der Reiseberichte bis 11/2005 auf Carsten Libretto mit einem Bildschirmformat von 10" 16:10 schrieb und der aber auf der letzten USA Reise zu viel für pritty's Geschmack zu viel rumgezuckt hat, kaufte sie sich lieber ein sehr günstiges eigenes Notböckchen mit dem für sie angenehmeren von 13,3" Format 4:3.
Weihnachten 2005 war pritty kurz alleine bei ihrer Familie oben und dann das restliche "Fest" haben wir beide zu Hause vor dem Fernseher verbracht. Genauso haben wir Sylvester "ge-heim-fetet. Ab 23:50 haben bis ins nächste Jahr geknutscht und haben noch ein Gläschen Champus getrunken und das miese Fernsehprogramm ertragen.
Da der Winter 2005/06 lange zu dauert und pritty am herum kutschieren durch Schnee oder gar grausame Kälte oder gesundheitliche Probleme gehindert wird, schreibt und malt sie weiter, oder wenn sie mal der „Hafer sticht“.
Inzwischen ist Januar 2006, pritty's Geburtstag naht - oh graus schon wieder ein Jahr älter.
Es ist eiskalt, pritty friert schon in der Wohnung, trotz voll aufgedrehter Heizung und kommt vor lauter frieren nun doch nicht zum malen.
Der Winter 2006 wollte einfach nicht aufhören. Das hatte den anfänglichen Vorteil, dass das Frühjahr mit dem Pol(l)en zu pritty's Glück nicht kam. Aber dann im April brachen Frühjahr und somit die Blühzeit AUS. Pritty war halb tot und kämpfte schwer mit ihrem Heuschnupfen. Aber Carsten hatte den genialen Einfall auf Pol(l)enflucht zu gehen. Diese schickte uns dann in die Wüste und es war sehr schön und pritty konnte wieder atmen in der vegetationsfreien Zone. Wieder zurück war zwar der schlimmste Polenflucht vorbei, aber pritty kämpft ja so ziemlich das ganze Jahr (bis auf 2, 3 Monate) mit diesen von ihr verhasten Flatterkrams.
05.Juli 2006 Carsten hat heute ein Auto gekauft.

Einen fast lila, korrekter aubergine farbigen Opel Omega. Der hat von uns auch gleich seinem Spitznamen bekommen. Wir nennen ihn nur kurz Mega-Auto. Er ist zwar 13 Jahre alt, aber vollständig umgebaut. Hat alles das was das 2½ Bein, Carsten, zum fahren braucht. Handgas, natürlich Automatik und Recaro-Sitz. Der TÜV ist noch ganz neu und dafür war der Preis auch noch OK.   
08./09. Juli unser 1. Trip mit dem Mega-Auto an die Ostsee eine Mini-Polenflucht, damit pritty mal wieder Luft holen kann.
Die Belastung durch Pol(l)en ist nämlich dieses Jahr mächtig stark. Wir  kamen gegen Nachmittag in Warnemünde an, trödelten noch etwas auf dem Hafenfest herum und abends gab es Gegrilltes auf unserem tollen Minigrill den wir schon in Ibiza genutzt haben. Geschlafen wurde aus Kostengründen im Auto auf dem Parkplatz einer Raststätte wo wir uns im Behindi-WC morgens etwas waschen konnten. Einen Tag musste so eine "Katzenwäsche" mal ausreichen. Sonntag sind wir nach Kühlungsborn gefahren und konnten dort sogar mit unsern Rollstühlen aufs/übers Wasser fahren. Es gibt dort nämlich einen breiten Steg in die Ostsee, der eigens für Rollstuhlfahrer sein SOLL, aber man kennt ja die Deutschen. Und wer pritty kennt, weis auch das binnen kürzester Zeit sämtliches überflüssige Fußvolk vom Steg verschwinden musste. Das Wasser war richtig sauber.
 

   


21. Juli 2006 Der Sommer schafft dieses Jahr so ziemlich jeden! Mit durchschnittlich weit über 30° ist es selbst der kleinen Frostbeule auf Dauer zu heiß in Bär-Lin. Die eigentlich nur sehr selten schwitzende pritty, hatte Lust sich mal in kühlerem Wasser abzukühlen. Selbstverständlich war es wieder Carsten der im Netz ein behindertengerechtes Freibad fand. Das war zwar in Belzig, ABER wir haben ja jetzt ein Auto. Ein kleiner Schock war zwar, als das Navi im Auto die Entfernung von 105 km (210km insgesamt) berechnete, aber wir fahren ja nicht täglich und wenn dann nur Strecken, die sich auf die Schnelle nicht anders überwinden lassen. Und es hat sich wirklich gelohnt diese Strecke bei der Hitze im Auto ohne Klimaanlage zu überwinden. Das Freibad in Belzig war absolut perfekt, angefangen von den 2 zum Bad gehörenden Parkplätzen nur für Rollstuhlfahrer, dem vom Zugang zu der Liege-, oder Sitzfläche bis zum perfekten  zu "rollen"  ins flache Wasser mit Geländer am Rand. Ein Rollstuhlfahrer-WC, und -Dusche, ein recht simpler, aber mit gutem Schnellfraß Imbiss war auch vorhanden. Naja dazu fällt mir nur ein: schaut auf die Bilder.
pritty, die in den letzten 14 Jahren vielleicht 5 mal in öffentlichen Gewässern gebadet hat, verbrachte fast 1 Stunde im Wasser.
Carsten hatte einfach keine Lust in das angenehme Nass zu kommen.

 
 
 

Die Rückfahrt in dem recht warmen Auto haben wir uns dann Musik von Freddy (Freddy Mercury/Queen) versüßt.
09.09. 2006
Der erste Tagesausflug der ein absoluter Reinfall war. Wir wollten uns nur etwas Zeit vertreiben und fuhren über 400km für die Katz. Geplant war ein Tagesausflug in den noch relativ neuen Vergnügungspark Belantis bei Leipzig. Der Verlauf war: Carstens Navi-karte für ehemals Ostdeutschland war nicht auf dem laufenden Stand der Bebauung und wir wirrten also erstmal etwas um den Freizeitpark herum, weil es da plötzlich noch nicht eingezeichnete Autobahnen und Straßen gab. Endlich in der Nähe angekommen, parkten wir auf dem Rolliparkplatz, der ein gutes Stück vom Eingang entfernt war. Also tuckerten wir ohne Speedy’s über den halben Parkplatz, der kostenpflichtig war.
Pritty rollerte vor und erlebte die Pleite des Tages. Es war nämlich fast völlig geschlossen. Nur das was die Damen vom Eingang "Schloss" nannten und das dazugehörige Cafe waren an einem Freitag geöffnet. Der erste Gedanke war, dass die Betreiber von Belantis es nicht nötig haben, täglich zu öffnen, der zweite "Scheiße". Die Öffnungszeiten war so versteckt auf der web.site, das Carsten sie nicht richtig beachtet hatte. Wer rechnet auch damit, dass eine solche Einrichtung am Freitag (Montag, Dienstag auch) geschlossen hat.
Also die ersten (400)km mit Mega, die völlig für die Katz waren. Wir waren ganz schön enttäuscht.
Also ging's wieder die 200 km zurück, auf ein Neues...........irgendwann.
Irgendwann ........war heute. Bevor die Winterpause (ab Helloween) losgeht wollten wir noch einen Versuch starten nach Belantis zu fahren. Wir schauten diesmal auf der web.site genau nach, ob nicht irgendetwas Belantis vom öffnen abgehalten haben konnte. Ein Reinfall war genug. Also diesmal nicht umsonst die über 200km und zu Carstens großer Freude gab es dort eine kleine Achterbahn, die es sogar für ihn in sich hatte. 3 X genoss er den Spaß und pritty war nach einem Mal total bedient und ihr war mehrere Stunden danach noch nicht so richtig gut. Dadurch das die Fahrstrecke auf kleinsten Raum untergebracht werden musste, mussten die Effekte auch auf kleinem Raum untergebracht werden. Und das haben sie geschafft. Gleich am Anfang war eine Abfahrt, die pritty sich das "alles noch mal durch den Kopf" gehen lies.
 

weiter geht's... auch wenn das so einige Jahre gedauert hat...denn inzwischen
        haben wir das Jahr 2010


Die Jahre ohne Änderungen auf meiner HP verbrachte pritty nicht nur mit irgendwelchen OPs.
Ohne Carsten, den eigentlichen Admin von www.pritty.de, musste ich erst mal lernen alleine mit dem ganzen Computerkram klar zu kommen und das Ganze ohne Lehrer oder eine Ausbildung in der  IT Technik.
Der, inzwischen dritte fast Neubeginn meines Lebens, der zweite war das Überleben des heftigen Autounfall mit 27 Jahren. Pritty ist dabei in einem Golf als nicht angeschnallte Beifahrerin 8 – 10m auf die brasilianische Küste gestürzt.
Es heißt: "eine Katze hat sieben Leben", mal sehen auf wie viele, die allergisch auf Katzen reagierende pritty, es bringt?
Der begann im März 2007 mit der Trennung von Carsten.
Aus, raus und weg,,, aber bitte "ganz weit"!!!
Hat zwar in der ersten Zeit etwas weh getan, aber das ging schneller und schmerzloser vorbei als 6 1/4 Jahre ausgenutzt und bestohlen zu werden. Er nutzte meine Gutmütigkeit und Sensibilität einfach in allem bis aufs letzte aus.
Nun gut, wir hatten auch viele schöne Erlebnisse.
Gebe es ja zu, die ganzen fantastischen Reisen die sich pritty alleine wahrscheinlich nie getraut hätte.
Einen Makel gab es schon hierbei, denn fast alles auf pritty's Kosten. Der größte Teil von dem Geld von der Unfallversicherung ging dabei drauf und außerdem noch pritty's monatliche EU Rente und ihr Pflegegeld, Monat für Monat, Jahr um Jahr.
Rein finanziell brachte Carsten so gut wie nur Schulden mit, in unsere Beziehung. Nicht ganz 1 Million DM waren es bereits bis zur Währungsumstellung. Ständig Briefe, Anrufe und Hausbesuche von Gerichtsvollziehern, Vollstreckungsbeamten und Gläubigern.
Dann Carsten......der einfach keine Lust hatte, einem geregelten Arbeitsleben nachzugehen. Lieber schlief er sehr lange und nutzte das private Umfeld mit seinen Computerkenntnissen aus. Irgendwo billig geschossene, oder wegorganisierte
Hard- und Software, verbunden mit phantasievollsten Storys über den Erwerb und dann auf ähnliche Weise die dazu "erdachten" Preise. Mit dem dazugehörigen Einbau und Installationskosten brachte er manchen Bekannten, sogar Freund- und Verwandtschaft um so manchen Euro. Um das HARTZ IV aufzubessern, aber nur um sich genügend Tabak zu kaufen. Denn für Einkäufe und alles andere hatte pritty noch ihr Einkommen.
Carsten raus und in pritty wuchs der Wille wieder etwas laufen zu lernen.
Das klappte eigentlich ganz gut, bis dann pritty's Körper meinte: NEIN, nicht mehr mit mir.
Dieses Jahr ist der Crash schließlich 18 Jahre her, also ist der Unfall jetzt: volljährig, also "mache ich, was ich will".
Meniskusriss, um Meniskusriss, 3 Stück wurden den letzten 2 Jahren operiert. Und damit es sich auch richtig lohnt, kam noch ein
"IMPINGEMENTSYNDROM" in der eigentlich gesunden Seite, der linken Schulter, dazu. Pritty kannte kein schmerzfreies Leben mehr.
Mit dem Aufstehen beginnend und mit dem Einschlafen endend. Ganz weg waren die Schmerzen nur in der Tiefschlafphase.
Die ersten 1 1/2 nahm pritty noch Morphium-, später Opium-Schmerztabletten. Nach Jahren stellten sie und alle die pritty kannten, Veränderungen im ganzen Wesen fest, und ich machte nach der dritten OP einen eiskalten Entzug, lernte die Schmerz-Selbst-Hypnose und schaffte es den Opiaten die kalte Schulter zu zeigen. Wer das durchsteht, in den bekommt man, selbst bei unangenehmen Schmerzen, dieses Teufelszeug nicht so schnell wieder rein. Das Wörtchen "nie" lasse ich noch weg, weis ich denn, was als nächstes kommt -Nein- für NIE reicht nicht mal mein Selbstvertrauen.
In den vergangenen 18 Jahren hat pritty so einiges wieder gelernt.
Nach dem ich 8 Monate völlig verstummt war, kein Wort mehr sprechen konnte, habe ich mit Unterstützung in so einigen Stunden logopädischen Unterricht fast durchgehend 2 x wöchentlich, mit 27 wieder sprechen gelernt. Pritty kann wieder alle Wörter sprechen. Kann sogar kurze Strecken völlig frei, wenn auch mit Anstrengung, aber es kann klappen. „Kann“ weil pritty's Gleichgewichtssinn genau wie der rechte Arm seit dem Schädel-Hirn-Trauma III. Grades, seit dem Schädelbasisbruch, dem dadurch verursachten Koma nicht mehr richtig funktionieren wollen.
Auch 2–3 malige wöchentliche Physiotherapie seit Jahren, konnte nicht wieder „reparieren“.
Pritty hat mit dem 27 völlig neu sprechen gelernt, warum soll dann nicht auch das Laufen wieder klappen. Pritty ist zwar dieses Jahr bereits .. (Oh graus, diese Aussage verweigere ich) geworden, aber der Optimismus hat bei mir etwas mit Hoffnung zu tun. UND die stirbt bekanntlich zuletzt..
Es gibt einen Menschen, der gesagt hat: „du kannst alles“ Und daran halte ich mich gerne. Genauso gerne, wie ich diesem Menschen habe........