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Reisetagebuch der Kreuzfahrt über die iberische Halbinsel..................  
...bis zum Kontinent Afrika.

Die letzte große Reise mit Vivien, Rita und Joachim, noch ohne Carsten war eine ganz wunderschöne 11tägige Kreuzfahrt,
auf der Pritty das Erste, ein kleines (nur 11Seiten langes, mit der linken Hand "geschmiertes") Reisetagebuch  geführt hat..................
Abfahrtzeit war um 5:45 Uhr vom Alexanderplatz mit einem Doppelstockbus. Wir mussten also schon

um 4 :30 Uhr in Friedrichshagen mit dem Taxi losfahren. pritty hatte natürlich Reisefieber und war schon um 2:30 Uhr
wach. 
Wir haben den Bus bestiegen und bekamen ganz ordentliche Plätze in der ersten und zweiten Reihe. Der erste Teil der Strecke ging bis Luzern. Dort hatten wir in einem Hotel eine Zwischenübernachtung.
                                                                                                                                                                                                           Vivien hat mit mir in einem 2 Bett-Zimmer geschlafen, aber nur weil es einen Fernseher mit dem Programm "VIVA" gab und sie wusste, dass es mich, im Gegenteil zu Oma und Opa, nicht weiter störte wenn sie sich das Programm bis zur Verdammnis reinzieht. 
Die Aussicht unterwegs war phantastisch. Berge und Bäume, ja Landschaften, wie im Märchen.
Ganz viele Tunnel, auch der fast 17 km lange Gotthardtunnel wurde durchquert. 
Der Bus hatte 2 Fahrer an Bord die sich,  auf den ~1 400 km, die wir von Berlin bis Genua gefahren sind, alle 2-3 Stunden abgewechselt haben.
So schrecklich lang wie die Busfahrt auch war, so schön war das,  was wir gesehen haben. Die Aussicht war einfach wunderschön. Ganz viele Frühlingsblüher, hauptsächlich Forsythien säumten den Weg. 
1. Tag 03. 04. 96
Wir sind dann in Genua angekommen und haben auf der "Costa Riviera" eingeschifft.
2. Tag 04. 04. 96
Es ist nicht viel passiert, es war der 1. Seetag, und die war relativ ruhig.

3. Tag 05. 04. 96  Karfreitag
Malaga Das schöne Malaga wurde den ganzen Tag zu Fuß besichtigt und zurück 
zum Schiff mit einem Taxi .
4. Tag  07. 04. 96  Ostersonntag
Seetag auf dem Atlantik Das Schiff hat nicht mehr nur ganz so leicht geschaukelt. 
Mir war den ganzen Vormittag schlecht,  aber übergeben musste ich mich noch nicht.
Die Kreuzfahrt war wirklich herrlich, nur einen Nachteil gab es: 
„die Verpflegung war viel zu gut.“ Es gab viel zu viel und das auch noch sehr gutes Essen, das sich nach der Reise beim betreten der Wage wieder fand.
Einen Diavortrag bei dem einiges Interessantes zu sehen und hören war über Marokko gab es auch noch.
5. Tag, 08. 04. 96
St. Cruz de Teneriffa. Wir waren erst mittags dort und sind  auf der Kanareninsel mit dem Bus  bis  auf den Berg Tide gefahren. Viel geschmolzene Lava, von erloschenen Vulkanen, beherrschen zusammen mit deutschen Pensionären diese Insel.

6. Tag, 09. 04. 96
Lanzarote / Arrecive vormittags legten wir auf der mit Vulkanen übersäten Insel an.    Nachmittags war ich mit Rita in der Sauna und auf dem Sonnendeck unseres  Schiffes. Die schöne Bräune hat eine ganze Weile gehalten. Abends gab es das Kapitänsdinner. Unser Tisch war neben dem des Kapitäns.

7. Tag 10. 04. 96
Agadir, Marokko. Vormittags Stadtrundfahrt mit eine ganz Menge zeigendem und erläuterndem Taxifahrer. Für 50 DM hat er uns alles Sehenswerte gezeigt und darüber erzählt. Die Schlossruine "Caspar", einen Basar auf dem ich mir eine Ziegenledertasche gekauft habe, die Altstadt, die Slums, die schönsten Hotels und Clubs und den schönen, weißen, steinlosen 9 km langen Strand.
Englisch, spanisch, französisch und italienisch waren die Hauptsprachen auf der Costa Riviera. Diese Sprachen beherrsche ich geringfügig besser, als der Rest der Familie.
8. Tag 11. 04. 96
Casablanca, Marokko Vormittags war eine Stadtbesichtigung mit dem Taxi, für 100 DM sind wir 2 1/2 Stunden durch die Stadt gefahren und haben vieles Sehenswertes zu Gesicht bekommen. Wir waren an 3 sehr attraktiven Moscheen. Die 1.war  von Hasan II., 2. die von Mohammed V. und 3. vom Scheich von Arabien. Die von Hasan II. haben wir bei der Abfahrt aus dem Hafen, noch mal angestrahlt gesehen. Dann sind wir noch, wie es sich für Touristen gehört, an den schönsten Hotels und Clubs, den Slums und an einem Basar vorbeigefahren. Es war sehr beeindruckend. Der Fahrer konnte zwar nur englisch, aber Vivien und  ich wir haben und da schon "durch übersetzt".
Am Abend war ein marokkanischer Abend. Die Frauen haben alle einen Schleier bekommen und die Männer einen kleinen weißen Turban. Nur Opa, Joachim, kam zu spät und hat keinen mehr abbekommen. Dazu gab es ein buntes Programm mit verkleideten Gästen.

9. Tag , 12. 04. 96
Seetag auf dem Mittelmeer, kaum Seegang, auf dem Sonnendeck weiter bräunen. Abends gab es ein tolles Gala-Abschiedsessen mit vielem, leckeren Spezialitäten aus der guten Küche. Um 24 Uhr verschlief ich dann leider das Mitternachtsbuffer. 
10. Tag 13. 04. 96
Barcelona, Spanien. Barcelona hat mir als Stadt am besten gefallen. Wir haben es wieder mit dem Taxi besichtigt. Wir sind erst am Hafen in ein Taxi gestiegen und sind mit dem ein kleines Stück gefahren. Der Taxifahrer war so nett und hat über Funk jemanden angefordert, der wenigstens das für touristische Erklärungen notwendige deutsch beherrschte. Er hat uns viel erklärt und gezeigt. Wir haben, was mir besonders gut gefallen hat, architektonisch wunderschöne  Bauwerke von dem Baller einem Gaudi ähnlichem Künstler gesehen. Der Taxifahrer hat uns 200 DM berechnet, aber dafür haben wir sooo viel tolles gesehen. Um 13 Uhr stießen wir wieder in See.
11. Tag 14. 04. 96  Sonntag
Hafen in Genua, Italien
Um 10:00 Uhr erreichten wir wieder Genua und mussten leider ausschiffen. Um 11:30 haben wir dann den Bus zur Heimfahrt bestiegen. Wir sind nach 17,5 h sind wir um 04.30 wieder in Berlin gelandet. Vom Alexanderplatz ging es dann schnell per Taxi nach Hause. Wir waren um 5:00 Uhr etwas geschafft wieder zu Hause. Ich habe im Bus etwas auf Ritas Beinen schlafen können und war darum ziemlich schnell wieder munter.
Die Kreuzfahrt war traumhaft
schön, selbst für mich, als Rollstuhlfahrer war der Service sehr gut und wenn das nicht so verdammt teuer wäre, dann könnte ich das wochenlang auf einem so schönen Schiff aushalten.

 noch ein letztes Bild:

 von links nach rechts 

Rita, pritty, Achim zwei Tischnachbarn,

pritty's Tochter Vivien

Wir saßen während unserer Reise mit einem netten Pärchen
im Alter von Rita und Joachim am Tisch.